Veranlassung pränataler Genanalysen ohne vorherige Beantragung bei der gesetzlichen Krankenkasse möglich.

 

Bisher musste die Kostenübernahme pränataler Next Generation Sequencing (NGS)-Analysen ab einer gewissen Panelgröße (>25 Kilobasen) bei den gesetzlichen Krankenkassen beantragt werden. Dadurch ging viel Zeit verloren. Und die werdenden Eltern wurden durch die Wartezeit sowie die mögliche Ablehnung einer erweiterten Diagnostik belastet. Diese Hürde ist nun abgebaut. Bei begründetem medizinischen Verdacht werden umfassende NGS-Analysen, ohne vorherigen Antrag, von den Krankenkassen übernommen. Durch diese Entscheidung des Bewertungsausschusses (404. Sitzung) sind nun auch genetisch komplexe Krankheitsbilder einer sinnvollen genetischen Diagnostik zugänglich.

Rund 3 Prozent aller Neugeborenen weisen genetisch (mit-)bedingte Erkrankungen oder körperliche Fehlbildungen auf. Der Bedarf einer umfangreichen Genanalyse stellt sich zum Beispiel bei Verdacht auf Osteogenesis Imperfecta, Bardet-Biedl-Syndrom oder Meckel-Gruber-Syndrom. Die genetische Untersuchung kann eine Verdachtsdiagnose absichern und Aussagen zur Prognose machen.

Nicht alle pränatalen Fragestellungen lassen sich durch NGS-Analysen beantworten. Deshalb bieten wir weitere vorgeburtliche Untersuchungen an:

Diese Änderung des Bewertunsgauschusses bezieht sich nur auf die molekulargenetische Diagnostik.

Für alle Fragen rund um unser diagnostisches Angebot stehen wir Ihnen gerne unter 06132 781 411 zur Verfügung - kontaktieren Sie uns. Darüber hinaus freuen wir uns, wenn wir werdende Eltern mit unserer genetische Beratung unterstützen können.