Krankheitsrelevante Regionen schnell und zuverlässig nachweisen

Die FISH verbindet die Methoden der klassischen Zytogenetik und der Molekulargenetik. Sie wird daher auch als molekulare Zytogenetik bezeichnet.

Mit der FISH lassen sich Gen- oder Chromosomen-Auffälligkeiten direkt in Geweben, Zellkernen oder Chromosomen nachweisen. Spezifische, synthetisch hergestellte Fluoreszenzfarbstoff-markierte Oligonukleotide dienen als Sonde zum Nachweis von kleinsten Chromosomenbereichen, die mit einem Fluoreszenz-Mikroskop analysiert werden können.

Die Methode der Fluoreszenz in-situ Hybridisierung kann an Metaphase-Chromosomen und an Interphase-Kernen durchgeführt werden.

Eine Spezialmethode in der Pränataldiagnostik ist der sog. pränatale Schnelltest. Mittels dieser speziellen FISH-Analyse können innerhalb eines Tages unkultivierte Amnionzellen auf numerische Aberrationen der Chromosomen 13, 18, 21, X und Y untersucht werden.

FISH-Analysen sind sinnvoll:

  • zum Ausschluß von Mikrodeletionen und anderer chromosomaler Aberrationen (Metaphase-FISH)
  • zum schnellen Nachweis der häufigsten Trisomien 13, 18 und 21 sowie der Geschlechtschromosomen (Interphase-FISH / Pränataler Schnelltest)
  • zum Nachweis Leukämie-spezifischer Chromosomenaberrationen (Tumor-FISH)
Fluoreszenz in-situ Hybridisierung (FISH) Material Dauer (nach Probeneingang)
Metaphase-FISH pränatal aus    
  Fruchtwasser ca. 10 - 15 ml (die ersten 2 ml FW verwerfen), Lagerung u. Transport bei RT.
Nie zentrifugieren!
Durchführung nur zusammen mit einer konventionellen Chromosomenanalyse.
8 - 10 Tage
  Chorionzotten (CVS) mind. 20 - 30 mg, steriles Transportmedium verwenden*.
Durchführung nur zusammen mit einer konventionellen Chromosomenanalyse.
An Kultur: 8 - 10 Tage
  postnatal aus    
  Blut Lithium-Heparin-Blut:
Neugeborene:                  1 - 2,5 ml
Kinder & Erwachsene:   5 - 7 ml
5 - 10 Tage
Interphase-FISH pränatal aus    
Pränataler Schnelltest Fruchtwasser Zusätzlich zu der konventionellen Chromosomenanalyse 3 ml Fruchtwasser entnehmen. Nicht möglich bei blutigen Fruchtwasserproben. Durchführung nur zusammen mit einer konventionellen Chromosomenanalyse. 1 - 3 Tage
  postnatal aus    
  Blut Lithium-Heparin-Blut: Neugeborene: 1 - 2,5 ml 1 - 3 Tage
Tumor-FISH      
  Knochenmarkpunktat (Minimum 10 x 106 mononukleäre Zellen) 3 - 5 ml heparinisiertes Knochenmarkaspirat. Wenn auch eine zytogenetische Analyse angefordert wird:
5 - 10 ml heparinisiertes Knochenmarkaspirat.
8 - 10 Tage
  Leukämieblut (Blastenanteil ≥ 20%) 3 - 5 ml heparinisiertes peripheres Blut. Wenn auch eine zytogenetische Analyse angefordert wird:
5 - 10 ml heparinisiertes peripheres Blut.
8 - 10 Tage

* Auf Anfrage erhältlich; alternativ kann ein steriles, unbeschichtetes Röhrchen mit physiol. NaCl und Antibiotikazugabe (Penicillin 100 µg/ml, Streptomycin 100 µg/ml oder Gentamycin 50 µg/ml) verwendet weden. 

 

Hämatologische Sonden

 

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Dipl- Biologin Anja Kron, Leitung Zytogenetik
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